2013: Gebänderte Flussköcherfliege

(Rhyacophila fasciata)

Unscheinbar sind sie und kaum Jemand kennt die erwachsenen Tiere. Was aber viele kennen, sind die kleinen länglichen Röhren, die sich im Wasser hin und her bewegen und den Larven der Köcherfliegen Schutz bieten. Der | naturschutzbund | und die Entomologische Gesellschaft finden, dass diese Tierchen mehr Aufmerksamkeit verdienen und haben die Gebänderte Flussköcherfliege deshalb zum Österreichischen "Insekt des Jahres 2013" erklärt.

Gebänderte Flussköcherfliege © Brigitta Eiseler

Köcherfliegen sind oft unscheinbare Insekten, wenn man von den geflügelten, erwachsenen Stadien ausgeht. Sie sind nicht allzu groß, oft braun gefärbt und auf den ersten Blick in Gestalt und Färbung den Motten gleich. Doch ihnen fehlen die schuppig-staubigen Flügel und vorne am Kopf der markante Saugrüssel zur Nahrungsaufnahme. Nein, Köcherfliegen gehören nicht zu den Motten, sind aber den Schmetterlingen nahe verwandt.

Ganz anders die im Wasser lebenden Larven. Wenn sich in einem Bachbett oder am Rande eines Teiches kleine Steinchen und Pflanzenteile auffallend von einer Stelle zur anderen fortbewegen, dann stecken meist die Larven von Köcherfliegen dahinter. Viele bauen aus diesen Materialien Köcher und tragen die schützenden Wohnröhren mit sich herum. Aber nicht alle Köcherfliegenlarven haben Köcher, andere weben im geschützten Pflanzengeflecht oder unter Steinen feinmaschige Gespinste, die sie bewohnen und als Netze zum Nahrungserwerb nutzen, und wieder andere sind freilebende Räuber.

Die meisten Köcherfliegen führen tagsüber ein unauffälliges und verborgenes Leben im Moos und Totholz, unter Blättern ufernaher Pflanzen oder unter Brücken von Fließgewässern, die von ihren Larven bewohnt werden. Erst in der Dämmerung werden die meisten Köcherfliegen aktiv. Paarung und Eiablage werden an warmen Spätsommertagen oft auf den Abend verlegt. Viele Arten bilden in Gewässernähe große Schwärme, die vor allem gegen Abend im untergehenden Sonnenlicht als auf- und absteigende Wolken unzähliger kurz aufleuchtender Individuen wahrgenommen werden und oft mit schwärmenden Mücken verwechselt werden.
 
  Pressefoto: © Brigitta Eiseler

 

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