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Wiener Donauauen: Maßnahmen für Besucherlenkung, Biodiversität und Bewusstseinsbildung

Erholungsräume und Biodiversität sind durch Anstieg und neue Formen der Erholungsnutzung belastet. Es braucht Strategien, um den Nationalpark Donau-Auen als resilienten Natur-, Erholungs- und Bildungsraum zu erhalten. Lösungen sollen partizipativ, kompetent und machbar sein, auf Forschungsbasis, insbesondere auch auf breiter Basis ruhend. Das Stadtwachstum im Blick, muss Besucherlenkung vermehrt außerhalb der Nationalparkgrenzen begonnen werden.

© Robert Eichert

In diesem Sinn werden 240 ha im ackerbaulich genutzten Vorland der Lobau durch schrittweise Etablierung eines Freizeitwege- und -flächennetzes als „Neue Lobau“ zur Erholung aufgewertet. Gute, innovative Beispiele sind das 2017 gemeinsam mit der Agenda Donaustadt gestaltete „Lobauwegerl“ und der 2022 eröffnete agrarökologische Rundweg „Felder der Vielfalt“ mit Informationen zu Landschaftsgeschichte und Artenvielfalt in einer abwechslungsreichen Feldlandschaft und mit geschützten Plätzen für Feldvögel und Insekten.

Die Errichtung wurde zu 85 % im grenzüberschreitenden Interreg-VA-Projekt „AgriNatur AT-HU“ gefördert (2019 – 2022). In diesem Projekt wurde auch die Bedeutung des Bio-Ackerbaus in Vernetzung mit angrenzenden Habitaten erforscht, für Biodiversität, Resilienz und geschützte Arten. Expertinnen und Experten aus Forschung, Naturschutz, Landwirtschaft und Verwaltung führten ihr Wissen mit Grundlagendaten und M onitoringergebnissen zusammen. Empirischer Beitrag der Försterinnen und Förster ist ein Vorschlag zur Erweiterung der Naturzone im Wiener Nationalpark-Anteil.

„Let‘s Flow together“ Grenzenlose Wasserbildung

© UBZ

Im Jahr 2024 startete eine Bildungskooperation, die den Fluss Mur als verbindende Lebensader für Schulklassen aus Slowenien und der Steiermark erlebbar macht. Bei bisher zwei Aktionstagen trafen sich Jugendliche beiderseits der Mur und erfuhren viel zum Wasserleben am Grenzfluss und über dessen künftige Chancen und Herausforderungen. Das grenzüberschreitende Schulprojekt geht auch 2026 weiter und war beim NEPTUN Wasserpreis 2025 Sieger des Publikumsvotings. Hier finden Sie den Projektsteckbrief.

Iseltrail: Auen erleben & schützen

© Ramona Waldner

Der Iseltrail wurde parallel zum Gewässerentwicklungs- und Risikomanagementkonzept (GERM) Isel-Drau entwickelt. Es verbindet Schutz durch Bewusstseinsbildung und sanfte Erholungs-Nutzung der Isel. Entlang eines naturnah geführten Weges wird die Isel als dynamischer Flussraum erlebbar gemacht, ohne sensible Auenbereiche zu beeinträchtigen. Das Projekt zeigt, wie Besucherlenkung, Bewusstseinsbildung und Auenschutz wirksam zusammenspielen können. Beim Neptun Wasserpreis erreichte das Osttiroler Projekt damit 2025 den dritten Platz in der Kategorie WasserREGIONAL. Hier finden Sie den Projektsteckbrief.

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