Oberösterreich: Schmetterlingswiese an der Maltsch

2015 konnte der Naturschutzbund dank der Unterstützung von dm drogeriemarkt eine ca. 1 ha große Feuchtwiese im Natura 2000-Gebiet "Maltsch" ankaufen. Die Fläche im oberösterreichischen Mühlviertel zwischen Leopoldschlag und Stiegersdorf liegt direkt an der Maltsch und schließt an weitere Flächen an, die bereits im Besitz des Naturschutzbundes sind. Sie liegt außerdem am Grünen Band Europas, eine Kette wertvoller Biotope entlang der Grenzen zum ehemaligen Ostblock auf einer Länge von über 12.500 km quer durch den Kontinent.
 
Bei der erworbenen Fläche handelt sich um eine extensiv genutzte, mit Großem Wiesenknopf, zahlreichen Seggen-Arten und Rohrglanzgras sowie einzelnen Grauweiden bestockte Feuchtwiese. Sie ist Lebensraum für Schmetterlinge wie den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous) und verschiedenen Scheckenfalter- und Perlmuttfalter-Arten - so kann man hier immer wieder folgende Arten beobachten: Brauner Feuerfalter (Lycaena tityrus) Braunfleckiger Perlmuttfalter (Boloria selene) , Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina), Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea athalia), Schachbrett (Melanargia galathea), Kleines Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus), Großes Ochsenauge (Maniola jurtina), Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas), Rapsweißling (Pieris napi), Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus), Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus), Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris) und Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). Auch seltene Vogelarten wie der Wachtelkönig, das Braunkehlchen und der Neuntöter sind hier zu finden. Fischotter, Grüne Keiljungfer und Zweigestreifte Quelljungfer haben hier ebenfalls ihren idealen Lebensraum.
 

© Wolfgang Schruf

Im Rahmen der "Green Belt Camps" wird die Schmetterlingswiese gemeinsam mit den weiteren Flächen von Jugendlichen aus Österreich, Deutschland und Tschechien unter Berücksichtigung der hier vorkommenden Arten gepflegt: gemäht, nicht gedüngt, Schnittgut entfernt, frühester Mähzeitpunkt 1. Juli, bei Wachtelkönigbrut noch später… Sie soll damit als Brutgebiet für seltene Vögel, als Trittsteinbiotop für wandernde Tierarten und vor allem auch als Lebensraum für viele seltene Schmetterlingsarten erhalten bleiben.
 

Zurück

Cookies helfen uns bei der Erbringung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Angebote erklären Sie sich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Weiterlesen …