Kleine Naturprofis im Einsatz

Dank der großzügigen Unterstützung des Bienenschutzfonds von Hofer und Naturschutzbund baut die Naturschutzjugend im Rahmen von zehn österreichweiten Workshops über den Sommer Nisthilfen für Wildbiene

Der Startworkshop mit der önj-Gruppe "Naturprofis Graz" konnte bereits trotz des unbeständigen Wetters erfolgreich durchgeführt werden. 11 Kinder haben viel dabei gelernt, fleißig mitgearbeitet und hatten viel Spaß. Ziel der Workshops ist vor allem die Bewusstseinsbildung denn: Wir schützen nur, was wir lieben und kennen! Darum ist die Impulseinheit am Beginn des Nachmittages besonders wichtig: 

"Wusstest du, dass es nicht nur die Honigbiene, sondern auch viele anderen Bienenarten gibt? Jede Art braucht eine andere Wohnung, manche suchen trockene, saubere Locher in Holz oder Stängeln, manche graben sich lieber selbst ihren Bau in morsches Holz oder Sand. Einige lieben "Hochhäuser" in aufrecht stehenden Markstängeln, andere bauen "Reihenhäuser" mit vielen Kammern hintereinander. Was meinst du, ist die Lieblingsnahrung der Wildbienen? Wie transportiert sie den Pollen zu ihrem Nistplatz? Womit werden die Nistkammern verschlossen? Was passiert im Inneren der Niströhren? Wer darf zuerst schlüpfen? Worauf achtet die Wildbiene bei der Auswahl ihrer neuen Wohnung?" 

Vor allem der letzte Punkt wurde mithilfe des Maskottchens Sumsebrumm genau besprochen, denn die Nisthilfen sollen ja nicht nur gut aussehen, sondern auch möglichst gut angenommen werden. Wichtig ist vor allem eine ausreichende Tiefe der Nisthilfe (viele Arten legen mehrere Kammern hintereinander an) und das Anbieten von möglichst vielen verschiedenen attraktiven Materialien. Vermieden werden sollten Bohrungen ins Hirnholz, harzreiches Holz und Versteckmöglichkeiten für räuberische Insekten direkt neben der Nisthilfe. 

Mit diesem Wissen konnten drei schöne Häuschen gebaut, die für eine möglichst große Vielfalt an Bewohnern sorgen soll: mehrere hundert Halme verschiedener Stärke und Bohrungen in Hartholz sowie Löss, aufrechte Markstängel und weiches Laubholz für Arten, die gerne selbst graben, bieten Unterschlupf und Lebensgrundlage für in etwa 30 unterschiedliche Insektenarten. Je nach Größe der Nistbauhilfe finden unterschiedlich viele Tiere Unterschlupf. Im großen Haus für Schulklassen über 5.000 Individuen. Im mittelgroßen Haus ca. 2.500 Tiere und in der kleinen Version (zwei Kinder bauen gemeinsam ein Haus) ca. 1.000 Individuen.

Im Rahmen des Projektes bekommen 150-200 Kinder die Möglichkeit, sich mit dem Thema kindgerecht auseinanderzusetzen und österreichweiten wird wohl 50.000 -100.000 Tieren eine Nisthilfe angeboten.

Wir freuen uns schon auf viele weitere spannende Workshops die im Laufe des Sommers von der Naturschutzjugend durchgeführt werden!

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