Die Schüler in der steirischen Eisenstraße als Bienenretter

400 Kinder aus 18 Schulklassen und 3 Kindergartengruppen und 15.000 Bio-Krokuszwiebeln: Das war das perfekte „Rezept“, um Bienen im zeitigen Frühjahr das Überleben zu sichern. Unsere Bienen benötigen im Frühjahr nach der langen Winterruhe dringend Nahrung zur Stärkung und Krokusse zählen zu den ersten Frühlingsblühern. Deshalb wurde zum heurigen Schulbeginn in der Steirischen Region Eisenstraße das Projekt „Blühende Gemeinde“ gestartet. Im Rahmen des Bienenschutzfonds von Naturschutzbund und Lebensmittelhändler HOFER beteiligten sich hunderte Kinder an dieser Aktion und pflanzten tausende Bio-Krokuszwiebeln.

© Judith Nestler

Während noch die letzten Schneereste schmelzen, erblühen schon die ersten bunten Krokusse. Diese Frühlingsblüher spenden Pollen und Nektar in einer Zeit, in welcher der Tisch für unsere Insekten noch sehr spärlich gedeckt ist.

Betreut vom Verein KinderGärtnerei, der Naturschutzbund-Bezirksstelle Leoben und dem Imkermeister Kurt Tratsch wurde diesen Herbst in den Volksschulen und Kindergärten von Kraubath, St. Michael, Leoben-Seegraben und Traboch das „Wunder Biene“ in spielerischer Form vermittelt. Im Anschluss an die Unterrichtseinheiten pflanzten die Kinder „ihre“ Krokusse im Schulgarten und auf öffentlichen Gemeindeflächen. Damit wird die Region Eisenstraße im nächsten Frühjahr so richtig aufblühen und den Honig- und Wildbienen – zu ihnen zählen übrigens auch die Hummeln – das erste Festmahl des Jahres bieten. Die kleinen, farbigen Blühwunder vermehren sich in den Folgejahren von selbst und bieten eine Augenweide für alle Natur- und Gartenliebhaber.

Höhepunkt des Projektes „Blühende Gemeinde“ bildeten die Bienenfeste, die von den Schulen und Gemeinden für die Kinder und Eltern organisiert wurden. Dort erhielt jedes Schulkind ein Sackerl mit Krokuszwiebeln für den eigenen Garten oder ein Blumenkisterl. Bei den fröhlichen Festen vermittelten die Kinder allen Erwachsenen das Erlernte und zeigten damit, dass jeder ohne großen Aufwand in seinem Umfeld als Bienenfreund aktiv werden kann. So wird unseren wertvollen Gartenhelfern das Überleben erleichtert. Für zusätzliche Informationen gibt es kostenlose Infobroschüren, welche beim Projektteam erhältlich sind. Und der „krönende“ Abschluss kommt noch, wenn im kommenden Frühjahr die Region „Steirische Eisenstraße“ aufblüht. 

Auch im Zillertal wurde dieses Projekt mit Hilfe des Bienenschutzfonds bereits umgesetzt. In Summe wurden von Volksschul- und Kindergartenkindern bisher 50.000 Krokuszwiebeln gepflanzt. 

Ermöglicht wird diese Initiative aus Mitteln des Bienenschutzfonds, den der Lebensmittelhändler HOFER 2013 im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsinitiative „Projekt 2020“ gemeinsam mit dem Naturschutzbund Österreich gegründet hat. Der bisher mit 300.000 Euro dotierte Fonds widmet sich lokalen Bienenschutzprogrammen in ganz Österreich. Im Fokus stehen zwei Aspekte: Die Initiative soll den Menschen die große Bedeutung der Honig- und Wildbienen näher bringen und sie darüber hinaus dazu animieren, selbst für den Bienenschutz aktiv zu werden.

Infos zum Projekt: www.naturschutzbund.at/Projekte/Bienenschutzfonds


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