Luchsnachwuchs in den Oö Kalkalpen!

25.06.2012 | naturschutzbund | Oberösterreich von Christine Pühringer (Kommentare: 0)

Luchsin Freia brachte zwei Luchsjunge zur Welt

Jungluchse haben es schwer. Im Schnitt überlebt nur eines von vier Jungen den ersten Winter © ÖBf/Kronsteiner
© Bundesforste/Kronsteiner

Senstationelle Nachrichten vom LUKA-Projekt, an dem der Naturschutzbund OÖ aktiv mitarbeitet: Jene Luchsin, die im Mai des Vorjahres von der Schweiz in den Nationalpark Kalkalpen umgesiedelt wurde, hat Nachwuchs! Damit wächst die Hoffnung, dass die Bestandsstützung Luchs in der Nationalpark Kalkalpen Region, gelingen kann.

 

Ein Besuch der Luchs-Wurfhöhle durch ein von der Arbeitsgruppe LUKA eingesetztes Expertenteam brachte Klarheit: Luchsin Freia hat zwei gesunde Junge zur Welt gebracht.


Luchsjunge kommen bereits behaart zur Welt und wiegen zum Zeitpunkt ihrer Geburt etwa 240 bis 300 Gramm. Die ersten acht bis zehn Tage nach der Geburt sind sie noch blind und taub. Sie ähneln nicht nur äußerlich, sondern auch in ihrem Verhalten der Hauskatze. Luchse sind Einzelgänger und nur das Muttertier kümmert sich um ihren Nachwuchs. Die Kleinen werden in der Regel fünf Monate gesäugt, nehmen aber schon nach vier Wochen feste Nahrung zu sich.

 

Expertenbesuch bei den Luchsbabys Da Luchsin Freia einen Halsbandsender trägt konnte sie und die Wurfhöhle mittels VHF-Handpeilung vom Untersuchungsteam auf einer Fläche des Forstbetriebes Steyrtal, der Österreichischen Bundesforste AG aufgefunden werden.

Das Team, bestehend aus Projektleiter DI Christian Fuxjäger vom Nationalpark Kalkalpen, Dr. Georg Rauer und Tierärztin Dr. Gabriele Stalder vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie sowie Ing. Michael Kronsteiner von den Österr. Bundesforsten, war vom Land OÖ und dem Jagdausübungsberechtigten ÖBf-Forstbetrieb Steyrtal zum Aufsuchen und Untersucehn der Jungen ermächtigt worden.

 

Tierärztliche Untersuchung des Nachwuchses Bei der Untersuchung wurde den mittlerweile 1,4 kg schweren und vier Wochen alten Jungluchsen eine Blutprobe entnommen. Durch genetische Analysen lässt sich nun die Vaterschaft zu Luchs Juro oder eventuell Luchs Klaus nachweisen. Ebenso kann damit das Geschlecht der Jungluchse bestimmt werden, da dies bei Jungluchsen optisch sehr schwer erkennbar ist.

 

Bei der wissenschaftlichen Untersuchung orientierte man sich an den Erfahrungen der Schweizer Luchsexperten (Urs Breitenmoser) die die Bestandesstützung in den Kalkalpen mit betreuen. Diese Untersuchungsmethode wurde in der Schweiz vielfach erfolgreich angewendet. Das Untersuchungsteam berichtete, dass sich Luchsin Freia während der kurzen Dauer der Störung immer im Umfeld aufhielt. Eine Stunde nach dem Aufsuchen der Wurfhöhle wurde sie bereits wieder bei den Jungluchsen geortet. „Erfahrungsgemäß wird sie nun die Jungen an einen anderen Ort verlegen. Da das Weibchen den Aufenthaltsort der Jungen ohnehin zwei bis dreimal verlegt bis sie ihr folgen können, sei dies nicht außergewöhnlich“, meint Projektleiter DI Christian Fuxjäger vom Nationalpark Kalkalpen.

 

 

Für Anfragen zum Projekt Bestandstützung Luchs in den oberösterreichischen Kalkalpen stehen zur Verfügung:

 

Ansprechpartner Nationalpark Kalkalpen: Dr. Erich Mayrhofer, Tel.: 0664-5248504

Ansprechpartner OÖ Landesjagdverband: Mag. Christopher Böck, Tel.: 07224 /20083-16

Ansprechpartner NATURSCHUTZBUND Oberösterreich, Tel.: Josef Limberger, Tel. 0664-5130816

Ansprechpartner WWF Österreich: Christian Pichler, Tel.: 01-48817 215

Ansprechpartner KORA Schweiz: Andreas Ryser, Tel.: 0041-793508773

Ansprechpartner ÖBF AG, Forstbetrieb Steyrtal, FM DI Harald Greifenender, Tel. 07584/3201

 

25.6.2011, Pressemitteilung der Mitglieder des Arbeitskreises Luchs Oberösterreichische Kalkalpen (LUKA)[

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Alle mit einem * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder!
Bookmark and Share