Natur und Land sommerheft 2-2012
04.07.2012 Natur und Land von Ingrid Hagenstein
Umweltengagement in Gemeinden
Einkaufsmeile, Gewerbepark, Tankstelle – zunehmend prägt dieses Bild die Einfahrt von immer mehr Ortschaften, landauf, landab. Landschaftsfressende Architektur gepaart mit Einheitslook, auch bei den (Zier)Gehölzen, wenn es solche überhaupt noch gibt, lässt kaum ein individuelles Ortsbild zu und die Ortschaften sich immer ähnlicher werden. Die Globalisierung hat ihren Preis. Das ist die eine Seite. Es gibt aber auch eine andere Seite und die ist für uns die spannendere: Nämlich das Naturpotenzial, das in Gemeinden vorhanden ist. Diese haben es in der Hand, ob und wie viel „Natur“ sie innerhalb ihrer Grenzen zulassen bzw. fördern oder welche Umweltinitiativen sie setzen. Gemeinden können damit einen wichtigen Beitrag leisten zu mehr Natur und damit zu mehr Lebensqualität für die dort lebenden Menschen.
Wir wollen mit dieser Broschüre Gemeinden „vor den Vorhang holen“, die sich durch außergewöhnliches Naturschutz- und Umweltengagement auszeichnen. Dazu zählen gemeindeweite oder übergreifende Umweltschutzaktivitäten ebenso wie Schutzmaßnahmen für Tier- und Pflanzenarten oder naturschutzfachlich wertvolle Flächen, Renaturierungen, Projekte zur Bewusstseinsbildung u. ä. Die Broschüre umfasst 64 Seiten.
Ziel dieser Ausgabe ist es, einen Eindruck zu vermitteln, welche Naturschutzleistungen Gemeinden erbringen und wie viel Einsatz für eine lebenswerte Umwelt durch engagierte und couragierte Menschen möglich ist. Denn hinter jedem Umweltprojekt stehen Menschen mit der Überzeugung, dass es auf jede/n Einzelne/n ankommt.
Die vorgestellten Aktivitäten sollen anderen Gemeinden als Anregung dienen und zeigen, dass es sich lohnt, initiativ zu sein.
Leider kann nicht jedes Gemeinde-Engagement „vor den Vorhang“ geholt werden, denn da wäre diese Ausgabe wohl ein ganzes Buch geworden! Auf www.vielfaltleben.at spielt der Platz kaum eine Rolle, deshalb bieten wir allen österreichischen Gemeinden die Möglichkeit, ihre Aktivitäten in Sachen Natur und Artenvielfalt online einzureichen, damit beim Wettbewerb der Kampagne vielfaltleben teilzunehmen und dem vielfaltleben-Netzwerk beizutreten.
Die Vorteile für die Gemeinden: Sie können ihre Projekte und damit ihre Gemeinde österreichweit präsentieren – und haben noch dazu die Möglichkeit einen Geldpreis zu gewinnen.
Interessant sind die Kriterien für die Bewertung des „wirkungsvollsten“ Gemeinderatsbeschlusses: Es muss eine möglichst breite Zustimmung vorhanden, der Beschluss umsetzbar und finanziell abgesichert sein. Von Bedeutung sind auch die naturschutzfachliche Qualität der Projekte, die Breite der geplanten Maßnahmen und daraus resultierende Verbesserungen.
Inhalte dieser Ausgabe
| Inhalt | ||
| 07 | Standpunkt: Hochspannung - vom (Atom)Stromtransit; Atomlobby: Grenzenlos unverfroren | |
| 08 |
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Umweltengagement in Gemeinden: Und es lohnt sich doch! vielfaltleben-Gemeinde-Netzwerk und vielfaltleben-Gemeinde-Champion |
| 10 | Gemeinde Hartberg: Stadt im Grünen |
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| 14 | Gemeinde Lustenau: 20 Jahre aktiv für Natur und Umwelt | |
| 18 |
Gemeinde Vöcklabruck: Schulstadt mit Öko-Charme |
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| 21 | Gemeinde Bruck-Waasen und Peuerbach - gemeinsam |
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| 24 | Gemeinde Wolkersdorf: Ich-Du-Wir - gelebter Naturschutz | |
| 28 | Gemeinde Fließ und seine Sonnenterrassen | |
| 32 | Gemeinde Neckenmarkt: Naturnaher Weinbau |
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| 36 | Gemeinde Werfenweng: Perle der Alpen | |
| 38 |
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Gemeinde Krimml: "Doping an den Wasserfällen" |
| 40 | Haselmäuse: Falsche Mäuse in luftigen Höhen |
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| 44 | Das Hochmoor im Andertal | |
| 56 | Vorschau auf die nächste Ausgabe: Winterheft 2012 |


