vielfaltleben Gemeinden im Burgenland

Im Burgenland gibt es gesamt 31 vielfaltleben Gemeinden: Eisenstadt, Deutsch Jahrndorf, Stotzing, Zillingtal, Breitenbrunn, Jois, Neusiedl am See, St. Andrä am Zicksee, Ritzing, Markt St. Martin, Stoob, Lutzmannsburg, Draßmarkt, Riedlingsdorf, Grafenschachen, Bad Tatzmannsdorf, Oberschützen, Stadtschlaining, Rechnitz, Badersdorf, Eberau, Bildein, Heiligenbrunn, Strem, Ollersdorf im Burgenland, Rauchwart, St. Michael im Burgenland, Tobaj, Jennersdorf und Neuhaus am Klausenbach.
Das Engagement ausgewählter Gemeinden möchten wir Ihnen folgend vorstellen.
 

Eisenstadt

© Landeshauptstadt Eisenstadt

Eisenstadt ist eine gesunde und lebenswerte Stadt in der die Lebensqualität groß geschrieben wird. Damit dies auch zukünftig so bleibt, investiert die Stadtgemeinde Eisenstadt im Jahr 2017 unter dem Motto „Eisenstadt tu mir gut“ verstärkt in die kommunale Gesundheitsförderung.  In diesem Sinne wird die Biodiversität in der Stadt geschützt und gefördert. So werden an mehreren Plätzen in Eisenstadt Schmetterlingswiesen angelegt. Gemeinsam mit den Kindern der städtischen Kindergärten und den städtischen Gärtnerinnen und Gärtnern sollen hier neue Lebensräume für Schmetterlinge geschaffen werden. Zusätzlich wird der Eisenstädter Bevölkerung ermöglicht, gemeinsam die Landeshauptstadt aufblühen zu lassen und sich am Projekt zu beteiligen. Aus diesem Grund erhält die Bevölkerung Eisenstadts Blumensamen zum Selbersäen. Die Gesamtfläche der Schmetterlingswiesen der Kindergärten beträgt 4355 Quadratmeter an elf verschiedenen Standorten. Werden alle 7000 Sackerl Blumensamen ausgesät, dann entstehen noch einmal rund 14.000 Quadratmeter Blumenwiesen. Seit dem Frühjahr 2016 verzichtet die burgenländische Landeshauptstadt bei der Pflege ihrer Grünflächen auf Unkrautmittel, die das umstrittene Pflanzengift Glyphosat enthalten. Bürgermeister Thomas Steiner geht mit gutem Beispiel voran: Unter dem Motto „Eisenstadt liegt dir zu Füßen“ verzichtete er vier Wochen lang auf das Auto, um die Alltagswege innerhalb der Stadt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück zu legen.

Breitenbrunn/Neusiedlersee

Die Marktgemeinde lebt eine Vision: Natur- und Kulturraum haben einen wichtigen Stellenwert, weshalb die Naturpark-Gemeinde auch eine intensive Zusammenarbeit mit dem Nationalpark „Neusiedlersee – Seewinkel“ pflegt. Neue Formen der Mitgestaltung durch die Bevölkerung bei Planungsprozessen im öffentlichen Bereich sorgen für eine höhere Akzeptanz von neuen Projekten. Als Beitrag zum Klimaschutz ist die Energieversorgung vieler Einfamilienhäuser und Liegenschaften inzwischen durch erneuerbare Energien sichergestellt. Etliche Neubauten werden im Passivhausstandard errichtet bzw. Altgebäude auf diesen Standard saniert, die Straßenbeleuchtung wurde bereits zum Teil mit energiesparenden Lampen versehen. Breitenbrunn bietet außerdem ein starkes naturtouristisches Angebot mit Konzentration auf naturschonende Freizeit- und Sporteinrichtungen.








Jennersdorf

Die Region Raab im südlichsten Winkel des Burgenlandes umfasst sieben Gemeinden, darunter die Stadtgemeinde Jennersdorf, die Stadt, in der sich das Natur- & Wellnessangebot ideal ergänzt. Einwohnern und Besuchern wird ein abwechslungsreiches Programm im Drei-Länder-Naturpark Raab-Örség-Goricko geboten. An verschiedenen interessanten Themenwegen und Erlebnistouren, wie z. B. der Kanufahrt auf der Raab in Begleitung kompetenter NaturparkführerInnen, werden Besonderheiten und Wissenswertes der Region auf unterhaltsame Weise dargestellt.
 
 
 
 

Lutzmannsburg

Mit dem Projekt „Naturerlebnisweg“ wurde seit Anfang 2014 entlang des ca. 2,5 km langen ehemaligen Mühlbaches ein naturtouristisches Highlight sowohl für die Ortsbevölkerung als auch die Gäste gestaltet. Mit insgesamt zwölf Stationen bietet der neue Naturerlebnisweg Kindern vielfältige Möglichkeiten zum Spielen und Erleben und lädt auch Erwachsene zum Entspannen und Genießen in der Natur ein. Darüber hinaus fungiert die neu gestaltete Natur- und Kulturlandschaft am und um den Mühlbach als Bindeglied zwischen Sonnentherme und Dorf. Bereits im vergangenen Jahr wurden mehrere Workshops mit Kräuter- und Naturpädagoginnen und Erlebnisnachmittagen für Schulklassen und Kindergruppen durchgeführt, um Wissenswertes über die Natur entlang des Alten Mühlbaches zu vermitteln.

Neuhaus am Klausenbach

Ein innovatives Gemeinschaftsprojekt des Obstparadieses mit dem Naturschutzbund Burgenland ist der Sortengarten Burgenland. 155 Apfelsorten, 34 Tafelbirnen, 18 Mostbirnen, 34 Kirsch-, 10 Marillen-, 14 Pflaumen- und Zwetschkensorten sind hier zu finden. Mit diesem Umfang gehört die Sammlung zu den größten Sortenerhaltungsgärten in Österreich. Er ist somit nicht nur von burgenländischer, sondern auch von nationaler Bedeutung. Der Sortengarten dient jedoch nicht alleine der Erhaltung der Vielfalt, sondern auch der Vermittlung von Wissen um diese Vielfalt. In Erwachsenenkursen werden die verschiedensten Themen bearbeitet. Für Kinder und Schulklassen wird ein spannender und lustiger Schultag mit dem Obstparadiesmaskottchen „Rudi“ gestaltet. Der Sortengarten ist auch ein Erlebnisgarten mit vielen lustigen Themenplätzen für Jung und Alt.

Neusiedl am See

Von der Stadtgemeinde wurde die Idee der „Grünen Spange“ entwickelt, um den Verlust an Naturraum auszugleichen und die Lebensqualität auch in Zukunft zu sichern. Wie ein breites Band soll sich der Grüngürtel rund um das Siedlungsgebiet von Neusiedl am See legen. Spiel- und Rastplätze sollen zum Verweilen einladen und bestehende Wiesen- und Wasserflächen integriert werden. Die Naherholungsgebiete vom Kalvarienberg über den See bis zur Neusiedler Csarda werden über ein Netz an Rad- und Fußwegen miteinander verbunden. Von den 14 Teilprojekten wurde bereits rund die Hälfte realisiert. Das jüngste Projekt ist die „Naschmeile“ – bestehend aus heimischen Obstbäumen und Beerensorten, in dem sich Besucher wie im eigenen Garten fühlen sollen.

Ollersdorf

Die Gemeinde richtete vier Gemeindeschutzgebiete ein und revitalisiert die Strem mittels Rückbaumaßnahmen (Mäander, Altarme….). Durch Bürgerbeteiligungsprojekte entstanden 19 Photovoltaik-Anlagen. Damit können ca. 190.000 KWh Strom pro Jahr produziert werden (Jahresverbrauch der Gemeinde im öffentlichen Bereich). Auch eine E-Bike-Ladestation ist entstanden. Für die Aktivitäten erhielt Ollersdorf mehrfach Auszeichnungen: 2014 gewann es den 2. Platz beim burgenländischen Energiesparwettbewerb sowie den Regionalitätspreis der Bezirksblätter, 2015 folgte der 2. Platz beim Wettbewerb „Impuls“ im Bereich Umwelt- und Klimaschutz, 2016 der Würdigungspreis im Rahmen des burgenländischen Umweltpreises. Die Volksschule erhielt für das Theaterstück „Lebensmittel – Mittel zum Leben“, das von den Kindern selbst erfunden wurde, sogar den Umweltpreis des Landes.

Stotzing

Auf der Stotzinger Heide am Leithagebirge wächst eine besondere Pflanze, der Diptam (Dictamnus albus), auch Aschwurz oder Brennender Busch genannt. Er gehört zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae) und ist die einzige Art der monotypischen Gattung Diptam. Diese Pflanzenart steht seit 1936 unter Naturschutz, denn sie kam schon damals nur vereinzelt in Mitteleuropa vor. Der Duft des Diptams kann durch Mischung von Vanille- und Zitronenaroma nachgeahmt werden. Zur Reifezeit geben die Drüsen der Fruchtstände so viel ätherisches Öl ab, dass die Pflanze schon von weitem gerochen werden kann. Es entsteht dabei ein brennbares Gas, das sich an extrem heißen Tagen auch selbst entzünden kann. Erklärt wird dies durch die Brennglaswirkung bei Tröpfchenbildung. In der Dämmerung kann man großer Hitze und Windstille kleine blaue Flammen an der Pflanze sehen. Deshalb wird angenommen, dass Diptam der „Brennende Busch“ in der Bibel sei.

Ihre Gemeinde

Ihre Gemeinde zeigt den Bürgerinnen und Bürgern, dass aktiver Einsatz für die Arten- und Lebensraumvielfalt die Lebensqualität in der Gemeinde hebt? Sie Planen Projekte oder haben schon welche umgestetzt? Dann werden Sie doch auch Mitglied im vielfaltleben-Gemeindenetz! (Download der Beitrittserklärung durch Klick auf das Bild) Wir freuen uns schon, bald auch Ihre Projekte hier vorstellen zu dürfen.   

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